Methoden in der Sozialen Arbeit

Viele Fachkräfte in der Sozialen Arbeit betonen, dass methodisches Arbeiten wichtig ist. In vielen Handlungsfeldern werden Arbeitsabläufe systematisiert, Methodenkoffer integriert, bestimmte konzeptionelle Ansätze als Grundhaltung vermittelt und praktiziert...

 

Je nach Handlungsfeld unterscheiden sich diese Methoden. Auch innerhalb eines Handlungsfeldes der Sozialen Arbeit gibt es fachlich deutliche organisatorische und konzeptionelle Unterschiede. Dies hängt damit zusammen, dass jede Fachkraft im Sozialbereich in einem je anderen Sozialraum eingebunden ist. Dies bedeutet, dass Mitarbeitende in unterschiedlichen „Umwelt-Kontexten“ (Umwelt, begriffen nach Luhmann) agieren, woraus geschlussfolgert werden muss, dass jede Fachkraft und jedes Team (Beispiel Heimerziehung) individuell auf die Umwelteinflüsse reagieren muss. 

Nicht jede stationäre Jugendhilfeeinrichtung hat einen Nachbar, der sich über die Lautstärke der Jugendlichen am Abend beschwert.

 

Allein der Versuch von Leitungen und Führungskräften „eine Organisationskultur“ zu schaffen, an der sich alle orientieren, ist aus organisationssoziologischer Perspektive nicht möglich. Denn jedes Team „tickt“ unterschiedlich. Fachlichkeit wird in einem Diskurs von Fachkräften im Team ausgehandelt. Die Menschen im Team bestimmen Werte, Haltungen und Methoden. 

 

Aus diesem Grund empfiehlt es sich einen flexibleren Begriff von Organisationen und Methoden zu entwerfen.

Dies begreifen wir von Momontum als Grundthese, auf deren Grundbasis wir die Software entwickeln wollen.